Kommunikation.

 

Der (Ehe-)Partner, Familienmitglieder und gute Freunde sind die Menschen, die dem Patienten am nächsten stehen. Ihre Zuwendung und ihre oft enorme praktische Hilfe trägt viel dazu bei, die seelische Not des Betroffenen zu lindern. Aber auch sie sind durch die Krebserkrankung stark belastet und machen sich Sorgen um den Kranken und die gemeinsame Zukunft.

Krebs ansprechen!

Der Partner  –  Die Familie

 

Sehr viele Paare fallen in ein kommunikatives Loch. Vielleicht glauben Sie den Partner nicht mit Ihren Ängsten belasten zu dürfen und umgekehrt. Angehörige haben schreckliche Angst um Sie. Aber auch um sich selbst. Schließlich stellen sie sich die legitime Frage: Wie geht es eigentlich für mich weiter? Viele Paare wählen bei diesen brenzligen Themen die Vermeidungsstrategie und schweigen.

Oft versuchen sowohl der Betroffene selbst als auch seine Angehörigen, ihre Gefühle für sich zu behalten. Sie befürchten, den anderen noch mehr zu belasten, wenn sie ihre Ängste und Sorgen mitteilen. Erfahrungen zeigen jedoch das Gegenteil. Vermeiden Patienten oder Angehörige ehrliche Gespräche über die tatsächlichen Gefühle, so entfremden sie sich eher voneinander. Aufrichtiger, offener Umgang miteinander schafft Vertrauen und hilft, Probleme zu klären.

Aber es ist auch wichtig eine gewisse Normalität im Alltag zu haben, soweit möglich, dem Patienten nicht alles abzunehmen und ihn somit fast zu entmündigen. Wenn es der körperliche Zustand erlaubt, sind Krebspatienten sehr wohl in der Lage, am Alltags- und Familienleben teilzunehmen. Auch das trägt zur Genesung bei. Keiner möchte in Watte gepackt werden und das Gefühl haben, zu nichts mehr in der Lage zu sein.

Selbstbestimmung!

Die Kinder

 

Besonders erschütternd ist es für Betroffene, wenn die Patientenrolle mit der Elternrolle zusammenfällt. Häufig gelten die Gedanken sehr schnell den eigenen Kindern und was für sie die Krebserkrankung bedeutet. Die Welt der Kinder, die bislang klar und übersichtlich war, ist durch die Erkrankung eines Elternteils plötzlich unsicher geworden. Das verursacht bei den Kindern Angst, die sich unterschiedlich äußern kann. 

Wenn die Not des Kindes unerkannt bleibt, bedeutet das auf Dauer enormen Stress. Es können sich ernste seelische Folgen entwickeln. Ich helfe Ihnen die richtigen Worte und den richtigen Zeitpunkt zu finden, um mit den Kindern über Krebs zu sprechen, denn mit Kindern über die Erkrankung zu sprechen, ist wichtig! Studien belegen, dass das Verschweigen eines so wichtigen Einschnitts im Familienleben die Kinder nachhaltig negativ beeinflussen kann. 

Selbstbestimmung erhalten – Das Ruder übernehmen.

Ich werfe Ihnen den Lebensanker zu: Wenn Sie danach greifen und wir gemeinsam das Schiff steuern, wird sich der Sturm legen und Sie sind wieder selber in der Lage das Ruder zu übernehmen.