- Was ist Hypnose?
- Verliere ich während der Hypnose die Kontrolle?
- Kann ich in Hypnose bleiben?
- Wie wacht man wieder auf?
- Was passiert während einer Trance?
- Ist die Trance als solche wahrnehmbar?
- Ist jeder Mensch hypnotisierbar?
- Wie fühlt man sich in Trance, und wie danach?
- Wie kann ich mir den Ablauf einer Hypnosesitzung vorstellen?
- Was kann ich selbst für den Erfolg einer Sitzung tun?
- Wie lange hält das Ergebnis der Hypnose an, und können die alten Muster zurückkehren?
- Kann ich mich nach einer Hypnose-Sitzung an alles erinnern?
- Ist Hypnose gefährlich?
Was ist Hypnose?
Die Hypnose ist eine Technik zum Herbeiführen des so genannten hypnotischen Trancezustandes. Der therapeutische Trancezustand ist zumeist ein Zusammentreffen von körperlicher Entspannung und geistiger Fokussierung. Beim Simpson Protokoll übernimmt das Unter-/Überbewusstsein des Klienten die Arbeit, daher ist eine individualisierte Anwendung für jeden Klienten möglich. Wir alle kennen „Alltags-Trancen“, die wir z.B. während einer langen nächtlichen Autofahrt oder beim Anschauen eines spannenden Films erleben, ebenso sind uns aktive Trancen vertraut: vom Runner’s High beim Joggen oder im Zusammenhang mit Tanz und Musik begegnet uns das Phänomen „Trance“ fast täglich.
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Verliere ich während der Hypnose die Kontrolle?
Nein, ganz im Gegenteil! Sie gewinnen sogar an Kontrolle, denn Sie haben in Trance Zugriff auf Ressourcen Ihres Unterbewusstseins, die Ihnen sonst verschlossen sind.
Auch verlieren Sie unter keinerlei Umständen das Bewusstsein in Hypnose. das Gefühl der Trance ist keinesfalls mit dem einer Ohnmacht vergleichbar. Je nach Trancetiefe ist es sogar möglich – und im Kontext einer Therapie durchaus erwünscht – dass Sie jedes Wort mitbekommen und sich vollkommen präsent fühlen.
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Kann ich in Hypnose bleiben?
Nein, das kann nicht passieren. Würde eine Trance nicht mehr geführt werden, würde der Trancezustand entweder in Schlaf übergehen, oder man taucht automatisch nach einer gewissen Zeit wieder auf.
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Wie wacht man wieder auf?
Während der Trance wird der Klient durch Suggestionen geleitet und folgt diesen. Am Ende einer Hypnosesitzung wird der Klient durch ebensolche Suggestionen langsam und sanft wieder ins volle Wachbewusstsein zurückgeleitet.
Die körperlichen Funktionen normalisieren sich, die Person erwacht und fühlt sich ausgeruht und zufrieden.
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Was passiert während einer Trance?
Das Wachbewusstsein wird zunehmend fokussiert, so dass der Therapeut in einen direkten Dialog mit dem Unterbewusstsein des Klienten treten kann. Die innere Bühne öffnet sich; vergangene oder auch imaginierte zukünftige Erlebnisse können als absolut real wahrgenommen werden. Körperlich bedeutet die hypnotische Trance eine maximale neuronale Entspannung und stellt einen ungemein heilsamen Zustand für den gesamten Organismus dar. Die Konzentration von Stresshormonen im Körper sinkt, das Immunsystem wird angeregt, Puls und Blutdruck verändern sich hin zu Werten, die wir in tiefer Entspannung vorfinden.
Das präzise Arbeiten mit den unterschiedlichsten Problemen wird auf diese Art ermöglicht. Das Simpson Protocol ist ein ausgesprochen reines und sauberes Hypnoseverfahren, da sich alles nur um den Klienten dreht. Der Klient ist selbst der Schlüssel zur Lösung seiner Probleme und Themen.
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Ist die Trance als solche wahrnehmbar?
Während man sich in Trance befindet, ist man sich dieser Tatsache nur dann bewusst, wenn bestimmte Suggestionen gegeben werden (z.B. „Ihr Körper wird bleischwer“ und man spürt, wie er es tatsächlich wird). An sich ist das Gefühl der Trance also gar nicht so „andersartig“, wie viele erwarten.
Der Zustand der Trance per se ist völlig neutral. Manche Patienten denken sie wären nicht hypnotisiert, weil sie sich nicht anders fühlen. Aber das ist ein Trugschluss.
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Ist jeder Mensch hypnotisierbar?
Die sehr große Mehrheit der Menschen ist hypnotisierbar, jedoch sind die Tiefe der erreichten Trance sowie die Schnelligkeit, in der sie erreicht wird, von Mensch zu Mensch verschieden. Sehr suggestible Menschen können nach wenigen Minuten in eine tiefe Trance gleiten, während weniger suggestible Menschen dafür manchmal mehrere Anläufe benötigen.
Nicht hypnotisiert werden können und sollten z. B. alte Menschen, wenn sie sich nicht mehr konzentrieren können, geistig behinderte Menschen sowie Personen, die Drogen jeglicher Art (auch Alkohol) konsumiert haben.
Leicht hypnotisierbar, also besonders suggestibel zu sein, bedeutet keinesfalls Willens- oder Charakterschwäche. Im Gegenteil: Diese Eigenschaft ist geradezu als ein Talent zu bezeichnen und geht mit einem lebhaften Vorstellungsvermögen, Intelligenz und Konzentrationsfähigkeit einher. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Suggestibilität eines Menschen natürlichen Schwankungen wie denen der jeweiligen Tagesform unterworfen sind. Außerdem funktioniert die Hypnose-Einleitung („Induktion“) zunehmend besser, je häufiger man bereits hypnotisiert wurde.
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Wie fühlt man sich in Trance, und wie danach?
Wunderbar! Man ist absolut entspannt und gelöst, fühlt sich angenehm passiv und geborgen. Nach dem Aufwachen fühlt man sich zutiefst erholt und ausgeruht.
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Wie kann ich mir den Ablauf einer Hypnosesitzung vorstellen?
Nach Anamnese und dem Vorgespräch, das dem Abklären der Problematik sowie der Zielfindung dient, hat der Klient selbstverständlich die Gelegenheit, die Hypnose und unsere Methodik betreffende Fragen mit dem Therapeuten zu besprechen.
Die Einleitung der Trance erfolgt dann durch verschiedene Induktionsarten, die als sehr sanft und angenehm empfunden werden. Hierbei werden Körper und Geist maximal entspannt. Anschließend wird die Trance vertieft.
Den therapeutischen Trancezustand kann man sich modellhaft als einen Rahmen vorstellen, in dem die eigentliche Veränderungsarbeit durch blockadelösende energetische Verfahren, hypnotherapeutische Interventionen und moderne Coaching-Techniken erfolgt.
Während der gesamten Dauer der Hypnose besteht ein Dialog zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand.
Das Simpson Protocol ermöglicht es dem Hypnotiseur, seinem Klienten Anweisungen zu geben und auch Rückmeldungen und Antworten von diesem zu bekommen.
Dies gelingt mithilfe sogenannter ideomotorischer Signale, vor allem durch Fingerbewegungen. Weitere Signale, die der Kommunikation während des Esdaile Stadiums – insbesondere in Form von „Ja“ und „Nein“ Signalen dienen, sind:
- Kopfnicken– und schütteln
- das Zucken der Augenbrauen und Mundwinkel
- Stirnrunzeln
- Bewegungen der Extremitäten
Mit dessen Hilfe führt der Klient alle Arbeiten in seinem Innersten selbst durch, respektive das Überbewusstsein des Klienten führt die Veränderungsprozesse durch.
Nach dem sanften Aufwecken werden die Empfindungen und Erlebnisse während der Trance besprochen.
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Was kann ich selbst für den Erfolg einer Sitzung tun?
Veränderungen unter Hypnose zu bewirken bedeutet, Teamarbeit zu leisten. Nur wenn Sie bereit sind, sich auf die Methode einzulassen, werden wir Erfolge erzielen.
Für den Verlauf einer Sitzung ist es von großem Vorteil, wenn Sie bereits vorher so präzise wie möglich für sich selbst formulieren, wie genau Ihr persönliches Ziel in Bezug auf das zu bearbeitende Thema aussieht. Machen Sie sich ruhig ein paar Notizen zu diesen Zielen sowie eventuell noch offenen Fragen, bevor Sie zur Sitzung kommen.
In dem Anamnesebogen ist ein Teil vorgesehen positive Ziele zu formulieren.
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Wie lange hält das Ergebnis der Hypnose an, und können die alten Muster zurückkehren?
Meistens liegen die Ursachen in der Vergangenheit, oft in der Kindheit. Hier fangen wir mit einer Regression an, in der wir dann die Situation, die heute für das Problem verantwortlich ist, auflösen.
Eine posthypnotische Suggestion kann häufig über Jahre hinweg ohne Auffrischung in ihrer Wirkung bestehen bleiben. Manche Verhaltensmuster werden durch wiederholte Sitzungen in ihrer Veränderung gefestigt, manche Suggestion bedarf auch nur einer Auffrischung nach längerer Zeit. Erfahrungsgemäß lassen sich beispielsweise Phobien, das Verhaltensmuster des Rauchens oder des übermäßigen Essens in vielen Fällen sehr schnell und für immer beseitigen.
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Kann ich mich nach einer Hypnose-Sitzung an alles erinnern?
Bei einer tiefen Trance kann es zu einer Amnesie kommen, d. h. man erinnert sich nicht oder nur lückenhaft an das Gesagte. Wenn es dem Therapeuten als wichtig erscheint, so kann er die Erinnerungen suggestiv vollständig erhalten oder sie nach Absprache auch nicht verfügbar machen.
Es ist aber auf jeden Fall so, dass Sie nichts machen, dass Sie nicht auch ohne Hypnose tun würden.
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Ist Hypnose gefährlich?
Hypnose ist ein sehr machtvolles Werkzeug, das – in falsche Hände gelangt – wie jedes machtvolle Werkzeug theoretisch missbraucht werden könnte. Damit eine Hypnosesitzung aber überhaupt funktioniert, muss ein Vertrauensverhältnis zwischen Therapeut und Klient bestehen, der so genannte Rapport. Würde dieser Rapport verlorengehen, z. B. durch eine der Moral des Klienten gegenläufige Suggestion, würde der Klient sofort „erwachen“ und eine solche Suggestion wäre unmöglich. Es ist also von entscheidender Bedeutung, dass Sie sich an einen zertifizierten, kompetenten, erfahrenen Hypnosetherapeuten mit einer guten Reputation wenden.
In diesem Fall ist Hypnose absolut ungefährlich.
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